Bevor dieser Text entstand, lag vor mir eine Reihe kleiner Bilder — Brücken aus Licht, ein Flügelschlag, ein verschlossenes Geheimnis, ein Funke Glück, ein leises Nagen, ein Mond über stillen Wassern, ein Ende, das sich wie Befreiung anfühlt, ein innerer Strom, eine zarte Blüte, ein genauer Blick.
Sie sprachen nicht zu mir. Sie öffneten nur einen Raum. Und in diesem Raum begann ich zu schreiben — über meinen Weg zurück zu mir.
Wenn ich zu mir zurückfinde - mein Übergang zu mir selbst
Es gibt Wege, die beginnen, bevor wir sie bemerken. Ein kaum hörbares Ticken im Inneren, eine leichte Unruhe.
Dann ein erster Schritt, der sich anfühlt wie ein Atemzug. Und plötzlich stehe ich auf einer Brücke, zwischen dem, was war und dem, was mich ruft.
Ich nehme keinen Anlauf, sondern beginne aus dem Stand, setze einen Fuß vor den anderen. Ich gehe weder schnell noch mutig. Ich gehe einfach weiter, Schritt für Schritt.
Etwas in mir verändert sich, leise und luftig wie ein Vogel am Himmel, der die Richtung wechselt. Ich spüre, dass ein neues Kapitel wartet, noch geschlossen im Buch des Lebens, noch unberührt, aber warm und voller Magie in meiner Hand.
Unterwegs begegnen mir kleine Zeichen. Ein Moment, der leichter ist als der davor. Ein Gedanke, der nicht drängt, sondern lächelt. Ein Glück, das so klein ist, dass es nur für mich sichtbar ist.
Und doch nagt etwas. Ein Rest von gestern, wie eine alte Kette, die mich noch einmal zurückziehen will. Ich fühle sie — wie sie fragiler wird.
Dann kommt der Moment, in dem spürbar etwas endet. Es fühlt sich nicht laut oder dramatisch an, sondern wie ein letztes Ausatmen. Ein Raum wird frei. Ein Gewicht fällt ab. Ein Zyklus schließt sich.
Und plötzlich beginnt etwas zu fließen. Nicht von außen, sondern aus mir heraus. Ein erfrischender Strom, der mich nährt, der mich erinnert, der mich zurückholt.
Ich werde weich. Ich werde offen. Ich werde wieder ich.
Etwas in mir blüht auf, zart, unaufdringlich, wie eine kleine Geste des Lebens, die sagt: „Du bist wieder da.“
Und dann sehe ich es klar. Nicht mit den Augen, sondern mit dem inneren Licht, das nur leuchtet, wenn ich still werde und bei mir bin.
Ich erkenne, was mich stärkt, was mich weitet und das Wichtigste: was wirklich zu mir gehört.
Und ich weiß: Ich habe mich nicht neu erfunden, sondern endlich wieder gefunden. Und ich bewege mich weiter - Schritt für Schritt.
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