Eine innere Reise durch vier weibliche Archetypen: die Magd, die Trägerin, die Wandlerin und die Königin
Vom Vergessen zur Erinnerung - vom Tragen zur Würde
In meinem Beitrag Die innere Krönung – Eine Reise durch vier Seelenphasen habe ich vier archetypische Rollen miteinander verwoben – und jede steht für eine Phase meiner seelischen Entwicklung. Wenn Du Dich in diesen Bildern wiederfindest, können sie auch für Dich ein Wegweiser sein.
Die Magd – die Wurzel meiner Geschichte
Sie lebt am Rand.
Sie dient, funktioniert, hält aus.
Sie glaubt, dass Liebe verdient werden muss.
Sie trägt Erinnerungen an Armut, Verzicht, Pflicht – und an eine stille, unzerstörbare Stärke.
Ich habe sie nicht verdrängt.
Ich habe sie gesehen.
Mit ihr gefühlt.
Sie geehrt.
Die Trägerin – die Hüterin fremder Lasten
Sie fühlt, bevor andere fühlen.
Sie übernimmt Verantwortung, die nicht ihre ist.
Sie schweigt, damit andere laut sein dürfen.
Sie ist die Magd im Inneren – loyal, erschöpft, unsichtbar.
Ich habe sie erkannt, benannt
und begonnen, sie von ihrer Bürde zu entlasten.
Die Wandlerin – die Schwelle zur Freiheit
Sie trägt nicht mehr.
Sie verwandelt.
Sie lebt nicht aus Pflicht, sondern aus Präsenz.
Sie beginnt, sich selbst zu spüren – und für sich selbst da zu sein.
Die Wandlerin ist mein leises Aufstehen.
Mein stilles Nein.
Mein erstes echtes Ja zu mir selbst.
Die Königin – die Rückkehr zur Würde
Sie ist nicht laut.
Nicht herrschend.
Nicht überhöht.
Sie ist klar.
Aufrecht.
Verbunden.
Sie lebt aus Fülle, nicht aus Mangel.
Sie liebt, ohne sich zu verlieren.
Sie dient dem Leben – nicht dem Schmerz.
Ich habe sie nicht erfunden.
Ich habe sie freigelegt.
Warum ich diesen Beitrag für Dich schreibe
Es gibt einen Moment im Leben einer Frau, der alles verändert: der Moment, in dem sie beschließt, sich selbst zur Königin zu krönen.
Ich kenne diesen Moment, denn Ich habe ihn erlebt.
Die Magd in mir – und warum sie müde wurde
Ich diente.
Ich sorgte.
Ich funktionierte.
Ich stellte mich hinten an.
Ich sagte Ja, obwohl mein Inneres längst Nein flüsterte.
Die Magd in mir war loyal, fleißig, hingebungsvoll. Doch irgendwann wurde sie müde – nicht nur körperlich, sondern seelisch. Etwas in mir wollte sich erinnern.
Die Königin in mir – und wie sie erwachte
Es war kein Umbruch.
Es war ein Aufstehen.
Leise.
Behutsam.
Unumkehrbar.
Ich begann, mich selbst zu wählen.
Ich hörte auf, mich zu erklären.
Ich lernte, Grenzen zu setzen.
Ich lernte, Schuldgefühle zu durchschreiten.
Ich erkannte: Meine Würde ist nicht verhandelbar.
Die Königin in mir liebt ohne Verlust. Sie dient aus Präsenz, nicht aus Pflicht. Sie lebt aus Fülle, nicht aus Mangel.
Warum meine Krönung das Feld verändert hat
Seit ich mich selbst ehre, hat sich mein Umfeld verändert. Beziehungen wurden klarer. Ich ziehe Menschen an, die mich in meiner Wahrheit sehen und ich bin nicht mehr verfügbar für Rollen, die mich klein halten. Meine Kinder spüren meine Stabilität. Meine Freundschaften sind weniger geworden – aber reifer. Und ich selbst bin mir näher als je zuvor.
Ich habe erkannt: Indem ich mich zur Königin für mich selbst erhebe, diene ich dem Leben. Nicht trotzdem – sondern deshalb.
Eine Affirmation für Dich
„Ich bin die Hüterin meiner Würde.
Ich wähle mich.
Ich diene dem Leben, indem ich mir selbst treu bin.“
Sprich diesen Satz nicht als Mantra, sondern als Erinnerung. Du musst nichts werden. Du darfst Dich nur erinnern.
Zum Schluss: Deine Krönung ist Heilung
Du brauchst keine Krone aus Gold, sondern nur den Mut, Dich selbst zu wählen. Die Magd darf sich ausruhen. Die Königin ist bereit. Und wenn Du diesen Weg gehst, gehst Du ihn nicht allein. Denn jede Frau, die sich erhebt, ruft andere in ihre Kraft.
Also: Kröne Dich. Nicht morgen. Nicht irgendwann. Jetzt.
Und beobachte, wie sich Dein Leben verändert.
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